Darf ich bitten? - Lizzy Own



In unserem ersten Interview der Blogger-Aktion Darf ich bitten? steht uns die deutsch Newcomer Autorin Lizzy Own Rede und Antwort. 

Ihr erster Roman Prinzen&Prinzessinnen steht kurz vor der Veröffentlichung.Aber jetzt zum Interview :)

 



BotH: Liebe Lizzy, wahrscheinlich ist die erste Frage immer eine Standartfrage, aber wir würden zuerst gerne wissen Wie, Wann und warum du zum Schreiben gekommen bist?

LizzyOwn: Die Frage lässt sich für mich ziemlich einfach beantworten, auch wenn ich etwas ausholen muss. Ich hab, wie wahrscheinlich mehrere Autoren, schon in der Grundschule super gerne Aufsätze geschrieben. Meine Klassenkameraden stöhnten bereits wenn unsere Lehrerin einen Aufsatz ankündigte, ich kann zwar nicht mehr sagen ob ich nicht in das kollektive stöhnen einstimmte aber als es dann soweit war brachen die anderen Schüler sich regelmäßig einen dabei ab wenigstens eine DIN-A4 Seite vollzubekommen. Ich jedoch schrieb und schrieb und schrieb. Am Ende hatte ich dann schon mal 3-4 Seiten voll. Ich brauchte nur einen Anfang und schon schossen die Ideen durch meinen Kopf. Da meine Rechtschreibung in der Grundschule allerdings richtig grottig war habe ich das schreiben zuhause nicht weitergeführt. Meine Mutter sagte damals regelmäßig: -Les doch mal was. Dann wirst du sehen deine Rechtschreibung verbessert sich von ganz alleine-. Ich hab sie immer belächelte und mir meinen Teil dazu gedacht. Allerdings muss ich heute sagen: VERDAMMT! SIE HATTE RECHT! Aber richtig zum schreiben gebracht haben mich vor ca 6 Jahren Fanfiktions. Zu Anfang waren Fanfiktions für mich die beste Methode um die Wartezeit auf einen neuen Teil todzuschlagen.  Ich muss dazu sagen, dass ich sehr rigoros im Aussortieren bin und Fanfiktions sofort abbreche sobald mir die ersten zwei Sätze von der Schreibweise oder dem Satzbau her nicht gefallen. Meistens wenn ich dann eine FF fertig hatte begangen meine Gedanken zu rotieren und ich dachte mir meine eigenen Handlung und meine eigenen Charaktere aus. Am besten lief das wenn ich abends im Bett war und einzuschlafen versuchte: Da kam es dann schon mal vor das ich mit meinen Gedanken einschlief und die Geschichte dann weiterträumte. Und da ich von Natur aus ein sehr neugieriger Mensch bin, hat es mich irgendwann wahnsinnig interessiert, was andere von meinen Ideen halten. Und so wurde ich dann wirklich zur Autorin.


BotH: Liest du gerne, oder bist du vielleicht auch etwas Bücher-Verrückt? Wenn ja: warst du es bereits als Kind?

LizzyOwn:  JaJaJa. Ich bin ein totaler Bookaholic. Aber in meiner Kindheit war ich es  Leider noch nicht.  Als in der Weiterführenden Schule angefangen wurde mit dem Lesen von Büchern, hab ich auf jeden Fall in das kollektive „oh Nein“ mit eingestimmt. Ich fand lesen sooo langweilig. Ich quälte mich also durch Geschichten wie „Damals war es Friedrich“ oder „Homo Faber“ Meist war das lesen dieser Bücher immer über irgendwelche Ferien auf wo ich aber regelmäßig erst am letzten Ferientag mit dem lesen anfing. Ich fand das alles unnötig da im Unterricht eh jedes Kapitel nochmal durchgegangen werden würde.
Im Herbst 2001 kaufte meine Mutter dann die ersten zwei Harry Potter Teile. Und aus lauter Langweile nahm ich mir das erste Buch und fing an zu lesen. Ich glaube innerhalb von ein paar Tagen hatte ich „den Stein der Weisen“ durch und „die Kammer des Schreckens“ folgte auf dem Fuße. Seit diesem Moment wächst meine Büchersammlung monatlich.


BotH: Weißt du noch welches das erste Buch war,  das du gelesen hast?
 
LizzyOwn: Ohhh Ja. „Ben liebt Anna“ war das allererste Buch das ich jemals gelesen habe (und das war noch im Unterricht in der Grundschule). Wenn ich heute durch die Seiten Blätter und auf der ersten Seite meinen „Leselöwe“-Aufkleber sehe muss ich immer grinsen.


BotH: Wie war das, die Entscheidung zutreffen  deinen ersten Roman „Prinzen &Prinzessinnen“ zu veröffentlichen und so der Allgemeinheit Preiszugeben?

LizzyOwn: Eigentlich war das keine bewusste Entscheidung. Ich habe mittlerweile mehreres geschrieben das von vornherein zu Veröffentlichung gedacht war, es aber immer irgendwie bisher noch nicht mit dem fertigstellen geklappt hat. Prinzen&Prinzessinnen dagegen floss förmlich aus mir raus so dass die Geschichte relativ schnell fertig war, was mir das nähere darüber Nachdenken  eigentlich mehr oder weniger abgenommen hat.


BotH: Du bist zurzeit noch auf der Suche nach einem Verlag. Wie stehst du  denn dem Thema Self-Publishing gegenüber? 

LizzyOwn: Self-Publishing  find ich persönlich eine super Sache, allerdings habe ich für mich festgestellt das immer irgendeinen Haken, zb. das es nur eine Taschenbuchausgabe werden kann, gibt. Ich habe aber einige Anforderungen an die Aufmachung meines Romans, deswegen habe ich das Self-Publishing erst mal hinten angestellt.


BotH: Soll „Prinzen & Prinzessinnen“  nur als Print-Ausgabe oder auch als E-book Version erscheinen?  

LizzyOwn: Es soll auf jeden Fall beides geben. Ich bin selbst der Typ der am liebsten durch ein Buch blättert, aber für Unterwegs sind E-books einfach angenehmer. Bücher können nämlich ganz schön schwer sein.


BotH: „Prinzen & Prinzessinnen“ spielt überwiegend in einem dystopischen Europa der Zukunft und ist eine Liebesgeschichte - zu der großen Liebe auf Umwegen könnte man auch sagen. Warum hast du dich für genau dieses Genre entschieden und welches Genre ist denn dein persönliches Lieblingsgenre wenn du liest?

LizzyOwn: Ich hatte immer schon eine blühende Fantasie deswegen lese ich auch am liebsten Fantasyromane. Für mich muss es irgendwie auch immer eine kleine Lovestory geben, das macht dieses Genre, für mich, dann immer ziemlich perfekt. Wenn ich dann schon mal einen Thriller in der Hand hatte, fand ich das alles irgendwie ziemlich langweilig, ich habe dann immer die Seiten nur Überflogen und vorgeblättert bis dann endlich wieder etwas „Interessantes“ passiert ist.  Und da ich Fantasy auch am besten schreiben kann, na gut- an einem Thriller habe ich mich noch nicht versucht, ist Prinzen&Prinzessinnen genau in diese Spate gefallen. Außerdem finde ich, dass in Fantasyromane einfach alles möglich ist. Wenn ich in der wirklichen Welt bleibe, kommen meinen Gedanken, irgendwann immer an einer Wand an, an der es nicht weitergeht.


BotH: Wie und Wann kamst du auf die Idee zu „Prinzen & Prinzessinnen“?

LizzyOwn: Eigentlich war es an einem ziemlich verregneten Nachmittag diesen Jahres. Ich saß mit meiner Nichte auf der Couch und sie schaute sich, zu gefühlt hundertsten Mal in dieser Woche, die Schwanenprinzessin an. Ihr gefiel vor allem dieses eine Lied am Anfang, welches ich immer zurück spulen musste, damit sie es noch einmal und noch einmal hören und mit trällern konnte. Und während sie tanzte und sang, keimte da so eine Idee in mir auf…


BotH: Wo kam die Idee für deine Protagonisten „Lilija Clark“ und „William Callahan“ her? War es eine Spontanidee die die beiden zum Leben erweckte oder eher viel harte Arbeit?

LizzyOwn: Lili und Will waren von Anfang an da, ohne dass ich mir groß Gedanken darüber machen musste. Natürlich sind sie an Odett und Derek aus dem Film angelehnt, doch ihre Charaktere sind eigenarbeit. Meist brauche ich länger für die perfekten Namen als für die Charaktereigenschaften.


BotH: Lässt du in deine Figuren auch Persönlichkeiten von Bekannten oder sogar vielleicht von dir selbst einfließen?

LizzyOwn: Auf jeden Fall. In Lili steckt einiges von mir selbst, oder von Freunden und Bekannten,  bei Will ist es da alleridings anders. Ich glaube ich habe mir einen Prinzen erschaffen wie ich ihn gerne für mich selber hätte ;)


BotH: Jeder Künstler hat meistens eine Muse? Hast du auch eine? Was Inspiriert dich?

LizzyOwn: Eine Muse hab ich im speziellen so nicht aber inspirieren tun mich vor allem meine Nichte und meine Familie.  Im speziellen gehört da auch meine Schwester zu, die eigentlich immer eine gute Idee hat, wenn ich mal nicht weiterkomme. Und Musik. Es gibt ein paar  Musikstücke die ich beim schreiben rauf und runter höre, dabei läufst dann immer wie von selbst.


BotH: Wie viel Zeit vergeht bei dir von der Idee bis zur endgültigen Fassung?

LizzyOwn: Die Grundfassung von Prinzen&Prinzessinnen stand ziemlich schnell, doch das Überarbeiten nimmt dagegen mehr Zeit in Anspruch.


BotH: Wir glauben jeder der schreibt kennt und fürchtet eine ganz bestimmte Sache: Die Schreibblockade! Grausig. Hattest du auch schon mal eine Schreibblockade? Und wenn ja was machst du dagegen? Hast du vielleicht für die Schreiberlinge dieser Welt einen Tipp wenn sie festhängen?

LizzyOwn: Oh ja, ich hasse es wenn ich festhänge. Meist passiert das, wenn ich weiß was ich schreiben will, aber die richtige Umsetzung einfach nicht hinkriege. Ich hör dann immer auf, mach irgendetwas anderes und vergesse einmal für ein paar Stunden oder auch Tage alles was mit der Story zu tun hat.  Bisher hatte ich allerdings das Glück das so eine Schreibblockade bei mir nicht sehr lange anhielt. Ich kann daher nur den Tipp geben: Lasst die Geschichte, Geschichte sein. Macht etwas völlig anderes und denkt gar nicht mehr drüber nach. Dann wird es schon von alleine weiter gehen.


BotH: Hand aufs Herz: Gibt es bereits Ideen für weitere Projekte?

LizzyOwn: Ideen gibt es immer. Aber ich habe noch ein unfertiges Projekt auf dem Pc das ich nach Prinzen&Prinzessinnen endlich fertig stellen will.


Liebe Lizzy, Herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast all unsere Fragen zu beantworten. Wir wünschen dir viel Glück für die weiter Verlagssuche und hoffen Prinzen&Prinzessinnen bald in unsere eigenen Regale stellen zu können.

LizzyOwn: Vielen Dank. Es hat Spaß gemacht euch Rede und Antwort zu stehen.










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Kommentare:

  1. Huhu tolles Interview ach danke :)

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  2. Schönes Interview :) Es hat Spaß gemacht es zu lesen und ich hoffe ihr hattet Spaß beim interviewen ;) :)

    Weiter so! :D

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